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Maria S. Merian in tropical water off the west african coast - Blog

Endlich geht es los

24.07.11, 18:00 (comments: 1)

Autor: Volker Mohrholz

Maria S. Merian
Die Maria S. Merian auf Reede vor Libreville, Gabun.

Endlich geht es los. Die Merian legt von der Pier in Libreville (Gabun) ab und unsere Expedition beginnt. Die Vorbereitung unserer Reise dauerte über zwei Jahre. Nun werden die kommenden Wochen zeigen, ob wir alles bedacht haben, was für eine erfolgreiche Arbeit nötig ist. Bevor wir in unserem eigentlichen Arbeitsgebiet vor Angola ankommen liegen ein paar Tage Transitstrecke vor uns. Genug Zeit um alle Geräte aufzubauen und auf den Einsatz vorzubereiten.

Das Ziel unserer Reise ist der Angolawirbel. Hier wollen wir Prozesse untersuchen, die zur Bildung der ausgedehnten Sauerstoffminimumzone (OMZ) im Südost-Atlantik führen. Unterhalb der Thermokline, die das warme Oberflächenwasser vom Tiefenwasser abgrenzt, sinkt der Sauerstoffgehalt in der OMZ stark ab und erreicht in ca. 400m Tiefe sein Minimum von etwa 5% des Oberflächenwertes. Nach unserem gegenwärtigen Kenntnisstand bildet sich die Sauerstoffminimumzone durch eine komplexe Wechselwirkung von physikalischen und biogeochemischen Prozessen. Die spezielle Struktur des Windsystems führt zum Aufquellen von nährstoffreichen Tiefenwasser in die lichtdurchflutete Oberflächenschicht. Das ermöglicht dem Phytoplankton die Produktion neuer Biomasse. Nach ihrem Absterben sinkt sie als Detritus in tiefere Schichten ab und wird durch Bakterien abgebaut, remineralisiert. Dieser Prozess verbraucht große Mengen Sauerstoff, so dass der Sauerstoffgehalt im Tiefenwasser langsam abnimmt. Über lange Zeiträume stellt sich dann ein Gleichgewicht zwischen Sauerstoffverbrauch und der Belüftung durch die Zufuhr von „frischem“ Tiefenwasser ein.

Trotz der geringen Sauerstoffkonzentration ist das Gebiet des Angolawirbels durch eine hohe Artenvielfalt (Biodiversität) gekennzeichnet. Viele Arten haben es geschafft sich an die extremen Bedingungen in der Sauerstoffminimumzone anzupassen. Wie sie hier überleben können, ist eine weitere Frage die im Rahmen der Expedition beantwortet werden soll.

Um möglichst viele Aspekte dieses Systems untersuchen zu können, ist unser Team interdisziplinär zusammengesetzt. Mit dabei sind Hydrografen, Chemiker, Biologen und Benthologen vom Institut für Ostseeforschung. Dazu kommen Kollegen der Universität Bremen und des Leibniz-Zentrums für marine Tropenökologie in Bremen, sowie drei Wissenschaftlerinnen aus Angola und ein Zooplanktologe aus Südafrika.

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Comment by Guido Sander | 02.12.11

Wir haben ihren Block im Rahmen eines Kurses über Web 2.0 gelesen und hatten die Aufgabe, ihnen eine Frage zu stellen. Hier unsere Frage:
Wer war der Auftraggeber dieser Expedition und welchen Nutzen haben die von ihnen eventuell erzielten Ergebnisse für die Menschen?
Über eine Antwort würden wir uns freuen und bedanken uns schon im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Teilnehmer des Kurses Web 2.0

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